











„Wolf Vostell. Leben dé-coll/AGIEREN.“
Wolf Vostell gehörte mit seinen Dé/collagen, Happenings, elektronischen Environments, Filmen und seiner Fluxus-Musik zu den einfussreichsten Künstlern der Nachkriegszeit. In den 1960er und 1970er Jahren war er auf Augenhöhe mit Kollegen wie Joseph Beuys und Allan Kaprow. In der medialen Öffentlichkeit ist er heute jedoch in den toten Winkel der Wahrnehmung gedrängt.
Dieser Umstand bewog Brigitte Marschall, Professorin am Wiener Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, und Martin Fichter-Wöß, Kulturredakteur der Austria Presse Agentur, sich dem Künstler in einer neuen Publikation zu widmen. Als Herausgeber_innen des Bandes „Wolf Vostell. Leben dé/coll/AGIEREN“ haben sie Beiträge von Weggefährten und Forschern versammelt, die dem Phänomen und der Bedeutung des Künstlers in der heutigen Zeit nachzuspüren.
Peter Weibel beleuchtet Vostell als Vorläufer der Youtube-Kultur, Bazon Brock betrachtet seine Installationen, Mäzen Gino Di Maggio erinnert sich an Vostell als deutschen Künstler, während Museumsdirektor Dieter Ronte ihn als Erfinder des europäischen Happenings würdigt. Die Kunsthistorikerin Elisabeth Rath und der Theaterwissenschafter Thomas Antwi spüren der Relevanz von Vostells Werken in der heutigen Zeit nach, während Komponist Bruno Liberda sein musikalisches Oeuvre beleuchtet. Der Medienwissenschafter Christian Schulte verankert Vostell in der Kritischen Theorie. Die beiden HerausgeberInnen widmen sich dem Vostell-Museum in Malpartida, sowie Gesprächen mit der Vostell-Witwe Mercedes und dem Museumschef Heinrich Liman.
Credits:
Categories: Art as Research, Book Presentation, Diskussion, Performance, Exhibition
Date: June 2013
Institution: Böhlau Verlag, University of Vienna, Institute of theater, film and media studies
Concept: SelfSightSeeing Company, Itshe Petz, Brigitte Marschall
Production: NEST – Agentur für Leerstandsmanagement, SelfSightSeeing Company
Artistic Direction: Itshe Petz
Discussion Panelists: Prof. Brigitte Marschall, Martin Fichter-Wöß
Gerhard Sommer (Galerie Kunst und Handel)
Artist: Brigitte Marschall, Karl Iro Goldblat, Itshe Petz, Clara Agnelli, Mariella Schöffmann, Hoa Lou, Günter Lichtenberger, Peter F. Kupfer, What the shop
Music: Fool‘s Island Project , Teufelsgittarist, Diva Mao, Cinematique, Piano Raum & Rambo Rambo Rambo
Performance: El / Leo Fischer, Arthur De Neuville, Joan Hoban, Verena Werni
Graphic Design: Simon Dorner
Video: Andreas Diesenreiter
Foto: Günter Lichtenberger, Peter. F. Kupfer
Links:
TRUST 111: https://trust111.wordpress.com/2013/06/10/de-collage/
Facebook Event: https://www.facebook.com/events/558056974235409/
Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=yvJ93BcoDXo
Günther Lichtenberger: http://www.lichtig.at/foto/?works=trust-111#
Décollage ist dein Fieber
Aus Anlass der Veröffentlichung des Buches „Wolf Vostell. Leben dé-coll/AGIEREN.“ fand am 19. Juni 2013 ab 19:30 unter dem Titel „Décollage ist dein Fieber“ in der Schönbrunner Straße 111 ein Performance-, Musik- und Gesprächsabend statt. Im offenen Künstlerkollektiv des „T.R.U.S.T. 111“ wurde der Vostell’schen Devise „Kunst ist Leben, Leben ist Kunst“ nachgegangen.
Das „T.R.U.S.T. 111“ war ein Pilotprojekt von NEST – Agentur für Zwischennutzung, das zum Ziel hatte allgemeine, adaptierbare Muster für städtische Leerstände zu finden. Die Gemeinschaft aus Kulturschaffenden und Künstlern mietet das Haus in der Schönbrunnerstrasse 111 zur Zwischennutzung nicht um dort zu wohnen, sondern für die Ausübung kultureller und künstlerischer Tätigkeiten. Das Haus beinhaltete eine Ateliergemeinschaft, eine Dachterrasse, ein Hostel mit Themenräumen, ein Lokal und einen Proberaum.
